Methodik

Umfrage 2018 (1. Panelwelle)

Der Basisumfrage 2018 lag eine nach regionalen Gesichtspunkten stratifizierte Einwohnerregisterstichprobe in 183 Gemeinden Deutschlands zugrunde (200 Sample Points). In diesen Gemeinden fand auf der Basis der Einwohnermeldeverzeichnisse eine Zufallsauswahl von Personen ab 15 Jahren in Privathaushalten statt. In computergestützten, standardisierten, persönlich-mündlichen Interviews (CAPI) wurden alle Personen befragt, die auskunftsbereit und der deutschen Sprache mächtig waren. In der Erhebung, die zwischen Juli und Dezember 2018 stattfand, wurden 2.592 gültige Interviews mit einer durchschnittlichen Dauer von 76 Minuten realisiert. Die Response Rate lag bei 22,9%. Nach Region, Alter, Geschlecht und Erwerbsstatus ergaben sich im Vergleich zur Grundgesamtheit nur geringfügige Abweichungen. Eine Verzerrung lag zugunsten von Personen mit höheren Bildungsabschlüssen vor. Für die Auszählung univariater Verteilungen (z.B. Partizipationshäufigkeiten) empfiehlt sich deshalb eine Gewichtung der Daten, die die Stichprobe an soziodemografische Parameter der Grundgesamtheit (Melderegister, Mikrozensus) anpasst.

 

Umfrage 2021 (2. Panelwelle)

Im Jahr 2021 fand eine zweite Befragungswelle im Rahmen eines Paneldesigns statt. Dazu wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Basisumfrage, die sich zu einer Wiederholungsbefragung bereit erklärt hatten, erneut kontaktiert. Die Umfrage fiel in die Zeit der seit 2020 grassierenden Corona-Pandemie. Wegen der Infektionsgefahr und der geltenden Kontaktbeschränkungen wurden große Teile der Umfrage im Modus „CAPI by phone“ umgesetzt. Das bedeutet, dass die Interviews telefonisch durchgeführt wurden, während die Befragten ein Heft mit den Antwortlisten vor sich hatten, das ihnen zuvor zugestellt worden war. Die Feldzeit lief von April bis Dezember 2021, wobei die meisten Personen im April und Mai befragt wurden. Insgesamt wurden 1.541 gültige Interviews realisiert. Dies entspricht 59,5% der Befragten des Jahres 2018.

Um die verringerten Fallzahlen zu kompensieren und auch für das Jahr 2021 querschnittliche Aussagen zum Kulturverhalten der Bevölkerung zu ermöglichen, wurde die Panelstichprobe durch 914 neue Befragte aufgestockt. Dazu wurde in denselben 183 Sample Points eine neue Einwohnerregisterstichprobe von Personen ab 15 Jahren in Privathaushalten nach dem Zufallsprinzip gezogen. Weil für diese Stichprobe kaum Telefonnummern vorlagen und Kontakte an der Haustür notwendig waren, fand die Feldarbeit pandemiebedingt zeitlich versetzt von August 2021 bis Januar 2022 statt. Die Interviews wurden teils im CAPI-, teils im CAPI-by-phone-Modus abgewickelt. Die Response Rate für die 914 Befragten lag bei 20,1%.

Zusammengenommen umfasst das integrierte Sample der zweiten Befragungswelle 2.455 Personen.

 

Umfrage 2025 (3. Panelwelle)

Alle Befragten der 1. und 2. Panelwelle, die sich zu einer erneuten Kontaktierung bereit erklärt hatten, wurden 2025 ein weiteres Mal zur Befragung eingeladen. Dieser Kreis umfasste 2.702 Personen, darunter auch solche, die an der 1. Welle, nicht aber an der 2. Welle teilgenommen hatten. In der 3. Panelwelle wurde der Befragungsmodus – nicht zuletzt aus Kostengründen – auf selbstadministrierte Interviews umgestellt und somit auf Interviewpersonal verzichtet. Die Befragten wurden schriftlich kontaktiert und hatten die Wahl, in einem von zwei Modi an der Umfrage teilzunehmen: Sie konnten einen Online-Fragebogen (CAWI) bearbeiten, auf den sie über einen Link bzw. QR-Code Zugriff erhielten, oder sie konnten einen Papierfragebogen (PAPI) ausfüllen und zurückschicken. Dabei wurde eine Push-to-Web-Strategie verfolgt: Befragte, die in früheren Wellen angaben, mindestens einmal pro Woche das Internet zu nutzen, erhielten im ersten Anschreiben ausschließlich den Zugang zum Onlinefragebogen. Erst in den Erinnerungsschreiben wurde ihnen der Papierfragebogen angeboten. Insgesamt wählten 70,8% den CAWI- und 29.2% den PAPI-Modus. Beide Versionen waren inhaltlich und strukturell identisch. Die Feldzeit lief von Ende April bis Anfang August 2025. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der CAWI-Fragebögen lag bei 43 Minuten. Von den 2.702 Panelpersonen lag am Ende für 1.612 Personen ein auswertbarer Fragebogen vor (59,7 Prozent). Da auf eine Auffrischung der Stichprobe verzichtet wurde, reicht das Alter der Befragten nun von 19 bis 96 Jahren.